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Dienstag, 23. Juni 2015

Die Toten kommen

Ich schreibe, während ich gucke: Die Erwerbseinkommensaufgabe der Polizei war welche? Den kurzgeschorenen Rasen zu schützen oder was sonst? Ich verstehe einfach nicht, warum da so viele Menschen drumrumstehen müssen, die nicht nur uniformiert sind, sondern große Angst vor den Menschen zu haben scheinen, durch deren Steuern ihr Leben, ach nein, ihre Arbeit, finanziert wird... Warum ist, was sie tun anerkannte Arbeit, während das Tun der anderen Menschen keine anerkannte Arbeit ist? Ah! Minute 45 scheint was Wesentliches zu geschehen, oder?  "Wir sind friedlich - was seid ihr?" ... Wollt ihr das wirklich wissen? Sie sind im Dienst des Volkes - wer seid ihr? Meine Güte, wovor fürchten sich die Fachkräfte, dass sie so verhüllt auftreten? Gut, dass Helme keine Kopftücher sind, sonst wären sie im öffentlichen Dienst  verboten! Ich möchte die Polizisten, die da wie zum Fahnenappeöl antreten müssen alle mal einzeln fragen: "Wie hast du dich gefühlt, als du den Befehl befolgt hast?" Toll, dass ihr "Dona nobis pacem pacem" gesungen habt! Da wäre ich gerne dabei gewesen, denn ich denke, das ist DER Weg, singen bringt zusammen! 1:05:00 Was soll das denn, Polizist? Nen Radfahrer zu schubsen, der sein Rad schiebt - son bissen Macht zeigen müssen!? Puh! Na wunderbar, wird ja immer besser! Menschen rückwärts schubsen! Was lernen Polizisten denn in ihrer Ausbildung?  Fast hätte ich abgeschaltet! Wie gut, dass ich es nicht tat! 1:15 Verlassen Sie und folgen Sie den Anweisungen der eingesetzten Polizeikräfte - hm, kommt mir so bekannt vor... War nur ne Stunde erlaubt, in der Freiheit?  Und dann greift die Truppe ein! Nach den Minuten kann ich nur noch die Polizei fragen: "Bekommt ihr eigentlic h besonders viel  Lob oder Geld, wenn ihr ein paar Menschen mit Macht einsammelt und abtransportiert?"  Zu DRITT müsst ihr EINEN Menschen knebeln, wir armeseelig!  1:28 Johannes Ponader hat den richtigen Ton gefunden! - Wenns nicht so traurig wäre, würde ich laut lachen über euch Polizisten! 1:33 "Oder Sie werden jetzt festgenommen."  Ich bin ja nun schon seit fast 64 Jahren Berlinerin - auf dieser Wiese saßen immer, außer wenn es regnete oder Eis und Schnee war, Menschen... 1:46 sagt der Polizist so schön: "Ich treffe ja keine Entscheidung!"  Befehlsempfänger eben... Immer noch... Und das, obwohl es so viele Möglichkeiten gibt einen anderen Umgang mit einander zu lernen! Unglaublich und real...




 https://www.youtube.com/watch?v=VnI6x69PksY

Eins muss ich noch loswerden, Leute! Euer Gebrülle: "Wir sind friedlich, was seid ihr!" klingt in meinen Ohren nicht friedlich, das Singen von "dona nobis pacem, pacem" hingegen schon...

Donnerstag, 18. Juni 2015

Wahrnehmung ist DAS Thema zwischen Menschen!!

Kindesentzug - ein Thema, das mich beschäftigt, seit ich 1986 ein Pflegekind in unsere Minifamilie aufnehmen wollte, um die Eltern zu begleiten, dass sie ihr KInd so schnell wie möglich selber wieder zu sich nehmen kömnnen! Laut Fachmensch war ich nicht geeignet! Während der Schulzeit meines Sohnes in einer Integrationsklasse und danach erlebte ich brühwarm, wer nach Einschätzung solcher Fachkräfte geeignet war! Dank des InternetT treffe ich etliche Menschen, die von dem Thema berichten, denen die Kinder entrissen wurden! Und ich habe diesen Schreibenden gefragt, ob ich in meinen Bloggs das von ihm Geschriebene einstellen darf und habe das "ja" bekommen.
"Jugendamt Goch entführt Kinder!
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit bitten wir um Hilfe!
Am 21.05.14 wurden uns unsere 4 Kinder, mit Polizeieinsatz, genommen.
Um ca. 7.30 Uhr brachte ich meinen Sohn, wie gewohnt, morgens zum Schulbulli und sagte ihm noch bis später. Ich ging dann wieder ins Haus. Keine 10 Minuten später klingelte es und drei Polizisten standen vor der Tür, die der Meinung waren, es sei ein Haftbefehl gegen mich offen, wegen einer Geldstrafe, diese wollte ich sofort begleichen die Herrschaften waren der Meinung dieses ging nicht.
Ich musste unbedingt mit auf die Wache. Gutgläubig fuhr ich mit, mit meinen eigenen Pkw durfte ich nicht fahren ,also lies ich meine Frau mit meinen drei kleinen zuhause. In der Zeit passierte folgendes:
Es klingelte erneut! Vor meiner Frau standen 20 Polizisten, ein Gerichtsvollzier zwei Damen vom Jugendamt und Herr Thissen der jetzige Vormund unser Kinder und ein Psychologe der Polizei. Die Dame vom Jugendamt dränkte sich ins Haus und sagte wir werden jetzt die Kinder abholen. Mein Jüngster weinte darauf hin wollte die andere Dame ihm meiner Frau vom Arm reißen meine Frau verneinte dieses und tröstete ihn. Alle versuchten auf sie einzureden , sie versuchte das beste aus der Situation zu machen. Sie fragte, was sei mit dem Großen, dürfe sie ihn anrufen? Die Dame vom Jugendamt, meinte nein, er sei schon aus der Schule abgeholt worden. Meine Frau schluckte und fragte, ob es den möglich wäre, das sie allein die Mittlern wecken und anziehen könnte. Dieses wurde verneint und alle Herrschaften wie vorhin aufgezählt wurden, stürmten in das Kinderzimmer meiner Tochter ,4 Jahre alt.
Sie wachte auf und erschrak und weinte. Meine Frau versuchte sie zu beruhigen und suchte mit ihr zusammen Kleidung aus und erzählte ihr das sie in den Urlaub mit ihrem Bruder fahren darf .
Die Dame vom Jugendamt riss meiner Frau die Kleidung aus der Hand und sagte, sie ziehe die kleine an, gehen sie zum nächsten Kind und wecken sie es. Meine Frau befolgte dieses , zum wohle der Kinder.
Sie ging zu unsern Sohn Jessy, grade 2 Jahre alt, weckte ihn. Das selbe wie bei meiner Tochter, er weinte und schrie, da natürlich alle Beamten wieder mit im Zimmer standen. Meine Frau behielt die Fassung und erzählte dem kleinen, er dürfte mit einem Polizeiwagen in den Urlaub fahren. Er liebt Polizeiautos. Sie zog ihn an und dabei versuchte man ihr die ganze zeit den kleinsten weg zunehmen, unsern Sohn Jjury. Diese schaffte sie zu vermeiden. Sie nahm unsern 2 jährigen mit ins Zimmer von unsern jüngsten setzte ihn ins Gitterbett und fing an Jjury anzuziehen und gleich zeitig behutsam und beruhigend auf beide Jungs einzureden, und zugleich der Dame vom Jugendamt alles wichtige über die Kinder mitzuteilen. Nach dem Jjury angezogen wahr, ging meine Frau mit den Jungs runter zum Auto vom Jugendamt wo sie auf unsere Tochter Michelle traf. Sie verdrückte sich die Tränen und setzt Jessy ins Auto. Die beiden durften nicht einmal neben einander sitzen meine Tochter weinte. Meine Frau durfte beiden Kindern nicht einmal einen Abschiedskuss geben,das Jugendamt schloss die Autotür und fuhr. Meine Frau hatte nur noch den Jüngsten auf dem Arm und hatte angst, das die zwei anderen dachten, das Mama nur den Kleinen behalten will. Dieses war nicht so. Das zweite Auto stand auch schon für den kleinen bereit, sie setzte ihn in den Kinder Sitzt und erklärte der Dame alles wichtige für die Fahrt und alles über den Kleinen, die Tür fiel zu und das Auto fuhr. Das war der letzte Moment wo eine Mutter ihr Baby sah. Meine Frau ist stark und handelte einfach nur.
Sie holte mich zusammen mit dem Polizeipsychologen von der Wache ab.
Wir fuhren dann nach Hause, ich konnte nicht klar denken, doch zusammen packten wir
Kleidung, Lieblingsspielzeug, Medikamente, Baby Nahrung für den Kleinsten ect. und für alle 4 ein. Das übergaben wir an den Psychologen und standen dann wie doof bei uns vom Haus ,und es war alles weg .
Es war so ruhig, unser Leben wurde uns genommen, und dachten nur noch drüber nach wie verarbeiten es die Kinder.
Jetzt ist das 4 ein halb Monate her und wir kämpfen und kämpfen, doch wir können nicht mehr!
Durch einen Beinbruch unseren Sohnes Informierte das Klinikum das Jugendamt und darauf hin legte uns das Jugendamt einen Blanko Familienhilfeantrag vor den wir natürlich nicht unterschrieben haben, da man ja auch kein Blankoscheck unterschreibt, darauf gab es am 14.04.14 einen Gerichtstermin wo die Richterin beschloss eine Gutachterin zu beauftragen 3 Wochen nach dem Gerichtstermin erreichte uns ein Schreiben der Gutachterin wir sollten uns melden nach 4 tagen hinterher Telefonieren erreichten wir sie und machten unsern Ärger über das Jugendamt Luft , das gefiel ihr nicht und sie meinte nur sie führe jetzt erst mal 4 Wochen in Urlaub und am 9.6 .14 hätte sie zeit für uns. Wir stimmten diesen Termin zu! Anscheinend hatte die Gutachterin zwischen zeitlich die Richterin angeschrieben, die darauf hin einen Beschluss erstellte uns alle 4 Kinder plus Sorgerecht zu entziehen, der am 16.05 beim Jugendamt Polizei einging. Also plante das Jugendamt 5 Tage lange den Tag wo unsere Familie zerbrach.
Am 06.07.14 durften wir unsere drei Großen das erste mal sehen und am 07.07.14 gab es ein erneuten Gerichtstermin, in dem der Verdacht einer Misshandlung ausgeräumt wurde. Doch die Kinder werden bis heute nicht zurück geführt und den Jüngsten durften wir noch nicht einmal sehen und wir wissen auch nicht wo er ist. Die Richterin schrieb am 22.08.14, die Kinder könnten mit der Unterstützung einer Familienhilfe zu den Eltern zurück kehren binnen 2 Monaten, wenn das Erziehungsfähikeitsgutachten bis dahin fertig gestellt ist da die Gutachterin am 07.07.14 uns eine Teilerziehungsfähigkeit zu sprach! Dieses nahm die Gutachterin am 29.08.14 in einem schreiben ans Gericht zurück und sagte, die Familie sei nicht Erziehungsfähig !"


Nein, ich stehe nicht wirklich Kopf; du nimmst mich nur so wahr...

Mittwoch, 3. Juni 2015

"Der Bezirk Pankow liegt bei Fahrraddiebstählen in Berlin ganz weit vorn...

Mehr als 4000 gestohlene Räder wurden 2014 bei der Polizei angezeigt.", lese ich in der Berliner Woche, die ich mir aus dem Papiermüllbriefkasten, der unter den Hausbriefkästen der Mieter irgendwann nach dem Mauerfall angebracht werden musst - warum eigentlich? -, rausgefischt habe.
Wohnwertsteigernde Maßnahme aus dem besseren System importiert? Importiert auf jeden Fall, sowas hatten wir in der DDR nicht nörig! Da wurden nicht bergeweise Mangeleinredenblätter verteilt, die kaum einen Menschen interessieren, nur Viele beschäftigt halten...
Scheinbeschäftigung gab es nur in der DDR, haben mir im Westen Sozialisierte mit ihrem Besserwissen beibringen wollen - ich habe ihnen zugestimmt! In der DDR durfte ich wirklich noch Geldscheine in Empfang nehmen. Das änderte sich sofort als ich als DDR-Flüchtling mit eben 5 Jahre "alt" gewordenem Sohn an der Hand im Westen ankam. "Sie müssen zuerst ein Konto eröffen!"
Ich: "Was MUSS ich!? Wofür das denn, ich hab doch kaum Geld , um einen Monat zu überstehen!" Achselzucken - toll! Und: "Das ist hier halt so!"
Was Gesamtdeutsches, das kannte ich auch aus der DDR, dass Menschen auf meine Fragen mit Achselzucken reagierten...
Nein, früher war nicht alles besser, wie ich jetzt sofort in manch gähnendem Gesicht lesen kann...
Manches war allerdings schon beser!
Hier geht es um gestohlene Fahrräder, was ja ein Zeichen für absolute Hemmungslosigkeit ist und es begann direkt in meinem Umfeld 1992.


2005 schrieb ich endlich den Text:
Am Freitag war es, dem 13. Mai 2005.
Ha, dachte ich beim Erwachen, endlich wieder mal mein Glückstag!
Da man mir im Zeugnis der vierten Klasse bereits bescheinigt hat, das ich streitsüchtig bin, habe ich mich auch in den 43 Jahren, nachdem ich die vierte Klasse mit dem geschulten Lehrpersonal hinter mir ließ, daran gehalten, meine Streitsucht zu vervollkommnen.
Es stinkt mich einfach an, dass immer wieder Wesen, die unter dem Oberbegriff Menschen über die Welt atmen, vom schwarzen Freitag faseln, wenn sie den 13. Tag eines Monats meinen.
Schon sehr früh in meinem Leben stand für mich fest, dass alle 13., die den Familiennamen Freitag mit sich herumtragen, meine Glückstage sind und bleiben!
Nun, endlich war es mal wieder so weit! Rex guckte etwas bedeppert, denn seine Rudelsfrau wacht mit dem Tageslicht auf. Mein etwas älterer Herr Hund hat in dieser frühen Morgenstunde das Problem mit den noch nicht aufklappbaren Augenlidern zu bewältigen.
Ich streife meine Stützstrümpfe über die Krampfadern. Wenigstens das Innenfutter der Hosenbeines soll keinen so erschreckenden Anblick, wie es der Anblick dicker Varizen ist, ertragen müssen. Schließlich stecken meine Beine täglich 18 Stunden lang in den Schläuchen, die die Verbindung zwischen Füßen und dem, was über den Beinen steht, warm halten.
Dazu kommt noch, dass angeblich durch den Druck der Stützstrümpfe, der Blutfluss in den ausgeleierten Beinvenen es schafft, den langen Weg durch die verschlungenen Venen und anderen Leitsysteme für diese Körperflüssigkeit, problemlos zurückzulegen.
Diese Körperflüssigkeit, die wir mit dem Begriff Blut belegt haben, soll auch zum Hirn fließen. Es ist bei mir auf beträchtlicher Höhe installiert.
Nach meinem Zwischenstop im Sanitärbereich unserer Nobelherberge, umhülle ich mich mit etlichen Stoffteilen. Ich weiß nicht, ob der Wind um fünf Uhr morgens warm hält, also auch eine Jacke. Einen leeren Stoffbeutel in die Jackentasche gesteckt, falls was gesammelt werden muss.

Rex und ich an die Leine. Die hat schließlich zwei Enden. Ab geht's, in die Spielstraße.

Das ist ein Pflaster! Ick kann Ihnen sagen! Ditt war so ne richtig jute Idee!
Schon um 17 Uhr stehen alltäglich die 14/15 Jährigen zwischen den 8 – 10 Jährigen. Die 10 Jährigen gucken ehrfurchtsvoll auf, zu ihren hochgewachsenen Idolen.
Diese Idole saugen immer im Wechsel, mal an ner Fluppe und mal an ner Bierflasche.
Alles Kinder von biederen Eltern.
Morgens ging's schon immer in die Krippe, und abends ins Bett.
Wie es weitergeht, nach Krippe und Kita weiß ja Jeder; morgens Schule, abends Krimi im Fernsehen.
Ganz gemütlich wird gemeinsam vor den Greueltaten, die im Fernseher laufen, geschwiegen...
Hinterher werden einsam im Bett die Fingernägel kurz geknabbert.
Bei Manchem weint auch die Harnblase ins Bettlaken.
Die Spannung des Tages muss irgendwo hin!

Stop, nur einigen Jugendlichen geht es so. Andere haben auch noch nach den gemeinsam verlebten Fernsehstunden die Freiheit von ihren aEltern!
Sie verlassen um 23:15 Uhr, mit unbeleuchtetem Fahrrad und Rucksack, das Wohnhaus.
Wer bei diesem Anblick an Sprayer denkt, dem geht es in Weißensee so richtig gut, denn der, oder besser die, wird von der Polizei beruhigt...

Mama und Papa hatten einen anstrengenden Tag, die brauchen nach der Arbeit ihre Ruhe. Gut, dass es jetzt in der „Eigentlich – nicht – mehr – DDR – Hauptstadt“ Spielstraßen gibt, in denen die Jüngsten wenigstens ungestört saufen können.
Dort können die Kleinen ungestört zu den höher Gewachsenen aufblicken. So ein bisschen braucht ja schließlich jeder Mensch das Gefühl, groß und stark zu sein. Das bekommen dort beide Körperhöhen, einfach weil sie da sein dürfen, völlig ungestört, weil die Alten fernsehen, das Naheliegende nicht sehen können, durchs Fernsehen-müssen!
Sie müssen am nächsten Morgen, im Team mitreden können!

Wir beiden Frühaufsteher, Rex und ich, gehen, seit wir gesehen haben, was da so abläuft, jeden Morgen mit dem schon erwähnten leeren Beutel zum Spaziergang.
Am Freitag dem 13. waren nur wenige leere Bierpullen auf dem Spielplatz zu finden.
Nach deren Leerung am Abend und in der Nacht zum 13. wurden sie in die Blumenbeete gedroschen.

Erst vor wenigen Wochen war die wunderschöne Anlage, Teil I, fertig geworden.
In den Beeten kämpfen seitdem viele Tulpen um den Erhalt des ihnen von Menschen zugewiesenen Standortes. Sie kämpfen gegen Müll und Flaschen, für die Mensch Geld bekäme, wenn Mensch es denn brauchen würde.

Ich brauche es, hebe also die wenigen Flaschen auf.
Manchmal fand ich an einem Morgen 20 leere Bierflaschen, heute sind es nur wenige!
Egal, es können schließlich nicht an jedem Morgen hier 20 leere Bierflaschen herum liegen.
Gibt ja noch mehr Möglichkeiten im Kiez, leere Flaschen fallen zu lassen.

Richtig, im Papierkorb vor der Plushalle steckten 5 Plastikpfandflaschen für Plus, die jede 25 Cent bringen. Eine Entschädigung für den Verlust der dadurch, dass am Vorabend so wenige Flaschen in den Beeten der Spielstraße landeten, in meinem Einkommen zu erkennen war.

Dass meine Einstellung zum 13. Freitag die richtige ist, war mal wieder bewiesen. ;)

Erst jetzt fällt mir ein, dass ich mich ja vielleicht bestrafungswürdig verhalten haben könnte. Ist das eigentlich Diebstahl, wenn ich aus Müll, dessen Eigentümer mir bekannt ist, Teile entwende? Darüber werde ich nächste Nacht nachdenken, heute will ich noch diese Geschichte zum Ende begleiten.

Zu DDR – Zeiten kannte ich den Inhalt der Komischen Oper, des Metropol Theaters, des Berliner Ensembles, des Deutschen Theaters, des Maxim Gorki Theaters, der Staatsoper, des TiP, des Friedrichstadtpalastes, des Theaters der Freundschaft, der Volksbühne, der Kammerspiele, des Puppentheaters und des Schauspielhauses.

Heute kenne ich die höchst interessanten Inhalte der Sammelstellen an den Straßenecken eines Teiles der Hauptstadt.

Ich habe meine Einstellung zu meiner Garderobe und zu meinen Hemmungen grundlegend geändert, sie den Gegebenheiten des Ist – Zustandes, meinen finanziellen Einkünften, angeglichen.

Eine Hose für 150 DDR Mark aus dem Exquisit, ist um den Blick in einem Papierkorb zu versenken wirklich nicht notwendig!

Die Not würde sich auch mit einer solchen Hose nicht wenden lassen. Für die Tagesausgänge mit meinem Hund habe ich noch eine 3 € Hose vom Aldi, die ich zwar hässlich finde, deren Herstellung ganz sicher ähnlich hässlich erfolgte, aber sie ist sauber und ganz.
Viel schlimmer ist die Tatsache zu ertragen, dass ich mit meinen reparierten und trotzdem kaputten Füßen, der lädierten Wirbelsäule und dem schon reparierten Knie, seit Mittag, am Freitag dem 13., kein Fahrrad mehr habe, weil sich Leute rächen mussten, wie ich meine.

Doch der Reihe nach.
Um 7:50 Uhr holte ich mein Fahrrad aus dem Keller, was mir mit dem kranken Knie immer schwer fällt. Es ist ja nur aus Billigware zusammengeschraubt und geschweißt.
Die ist leider wesentlich gewichtiger als die Ware, die schon beim Kauf viel Geld verschlingt.
In unserem Kiez gibt es leider etliche Leute, die es nicht verkraften können, dass ich noch immer meinen Mund auftue.

Meine Arbeit in der Psychiatrie hat mir gezeigt, dass viele Menschen sich im Abseits fühlen, aber nicht im Abseits sein wollen. Es sind Entwicklungen die sich über viele, viele Jahre erstreckten. Diese Menschen wollen Aufmerksamkeit, und gehen, da sie Jahre lang nicht gehört wurden, bis an die äußersten Grenzen und oft auch darüber hinweg.

Ihnen ist es kein Problem, an irgendeiner Klingel zu drücken, und zu sagen, dass sie Reklame bringen. Da machen alle die Haustür auf, denn die ständig funktionsuntüchtige Wechselsprechanlage zu benutzen, hat wenig oder keinen Sinn.
Sie schreit bei jeder Berührung laut, in schrillem Ton.
Wer will das schon mehrmals, vielleicht sogar pro Tag, hören!?

Einmal wurde Martins Fahrrad, mit einer schweren Kette durch Vorder– und Hinterrad „gesichert“ von zwei dreizehnjährigen Mädchen, die  fast 2 Jahre lang bei uns ein – und aus gingen, weggeschleppt.
Vor unserem Haus waren zwei Bauarbeiter damit beschäftigt, in der Erde Kabel zu erneuern.

Als wir vom Arzt zurück kamen, wollten wir mit den Rädern wegfahren. Martins Rad stand nicht mehr im Keller. Ich wusste sofort, wer das war.
Den beiden Mädchen, die ich am Sonntagmittag beim Kokeln auf unserem Hof ertappt hatte, hatte ich die Polizei an den Mittagstisch geschickt. Sie hatten auf meine Bitte, mit dem Kokeln aufzuhören, die Meinung geäußert, dass ich ihnen gar nichts zu sagen hätte.

Als ich sah, dass das Rad fehlte, war mein nächster Schritt der, zu den Bauarbeitern. Ich fragte, ob sie gesehen haben, dass zwei Mädchen ein silbernes BMX Rad mit roten Reifen, rotem Sattel, roten Griffen, hier aus dem Haus getragen haben. Ich sagte ihnen, dass das meine Vermutung ist, und meinen Grund für diese Vermutung. Sie bestätigten meine Schilderung, und ich bat sie darum, als Zeugen aufzutreten. Sie bestätigten meine Vermutung und sagten, dass sie natürlich als Zeugen kommen!

Als ich die Mädchen wieder sah, am nächsten Tag, hatten sie gefärbte Haare. Ich versuchte, mit ihnen über den Fahrraddiebstahl zu reden, ihnen einen Weg zu zeigen, wie sie aus dem Dilemma wieder herauskommen können, aber es gab stärkere Einflüsse.

Mir blieb dann nur noch, zu sagen: „M....a und R....a, so lange ich atme und ihr auch, werdet ihr ein schlechtes Gewissen haben! Ich glaube sicher, dass das nicht gut ist für euch!“
M....a konnte dem Druck nicht standhalten.
Ein Jahr war vergangen, als sie mich fragte, ob ich mal Zeit für sie habe.
„Natürlich, M....a, ich hatte immer Zeit für euch, ich habe auch heute Zeit für dich.“

Wir saßen uns gegenüber, an meinem Küchentisch, und tranken Tee. Nach einer Stunde ca., in der M...a so allerlei erzählte, aber hauptsächlich versuchte, ihr Herz über den schlechten Einfluss, den R....a auf sie hatte, zu erleichtern, griff ich zur Zeitbremse.
„Gut, M...a, jetzt kommen wir mal zu dem Thema, weshalb wir hier versammelt sind. Was habt ihr mit Martins Fahrrad gemacht?“

„Was machst du, wenn ich dir sage, dass wir es waren ?“
„M....a, es stand von der ersten Sekunde an fest, dass ihr es wart. Die Bauarbeiter hatten von Anfang an bestätigt, dass ihr das Rad rausgeschleppt habt, was habt ihr mit dem Rad gemacht?“
„Wir haben's an einen Jungen in der Warschauer Straße verkauft.“

Wie wir auseinander gegangen sind, weiß ich nicht mehr. Ich weiß nur, dass R....s Mutter mit den beiden Töchtern, die oft bei mir Abendbrot gegessen hatten, kurze Zeit nachdem die Polizei bei ihnen zu Gast war, aus der völlig verkeimten und mit Müllbergen vollen Wohnung ausgezogen ist. Die Mutter und die kleine Schwester „traf“ ich wieder, als ich mir zum ersten Mal im Leben eine „Bild der Frau“ spendierte, um wenigstens das für mich erreichbare Stück Westdeutschland, ein wenig kennen zu lernen...

Na, wer guckt mich denn da an! Ein Foto von R....s Mutter mit der kleinen Schwester auf dem Schoß. Sie suchten, laut Text, verzweifelt ihre geliebte R....a, die in die Skinheadszene abgetaucht war...
M...s Eltern waren in der Zwischenzeit auch in eine andere Wohngegend gezogen.
Sie zogen in eine Gegend, in der keine Frau wohnt, die ihrer Kleinen nur Böses will.
Dass ihre Kleine täglich manche Stunde bei der bösen Altm am Tisch gesessen hatte, wussten sie ganz sicher nicht...

Im Kiez haben sie vor ihrem Wegzug noch großflächig über meine Boshaftigkeit erzählt, was mir wiederum andere Bewohner unseres Kiezes erzählten, die gesehen hatten, dass ich mich mit den Kindern beschäftigt hatte, immer stundenlang mit allen Kindern der Straße Sozialverhalten beim Spielen geübt hatte...

Doch das ist bereits etliche Jahre her.
In diesem Jahr, am Freitag, dem 13. Mai 2005, zwischen 11 und 13 Uhr saß ich am offenen Fenster.
Ich las in einem Buch, während mein Hund sich in der Sonne wärmte.
Das Fenster reicht beinahe vom Zimmerboden bis zur Zimmerdecke.
Kein Mensch auf der Straße konnte ungesehen daran vorbei.
Um 13 Uhr gingen Hund und ich die dritte Runde spazieren.
Wir traten aus dem Haus.
Der Eingang zum Haus ist an der Rückseite des selben.
Hey, mein angeschlossenes Fahrrad ist weg!
Aufregung, denn ich bin mit meinen Skelettschäden ohne Fahrrad völlig aufgeschmissen.
Mein Hirn schaltet sofort:

„Wen hab ich wieder geärgert? Wer hat es nötig, mich zu bestrafen?“

Keine Idee, bis auf die, dass ich lauthals gegen die Hemmungslosigkeit die hier inzwischen Normalität ist anwettere.

Ich bin die Alte die nicht wegsieht und weghört sondern laut und deutlich dazu auffordert Fragen zu stellen, Meinungen zu sagen.

Das gefällt so etlichen ehemals angepassten Jungpionieren und deren Nachkommen überhaupt nicht.
Ich passe nicht ins Konzept von ihrer freien Gewaltherrschaft.

Mir fiel zuerst nur ein alle Jugendlichen die in Frage kommen, anzusprechen. Ich tat es auch sofort.
Auffällig war, dass das Rad nur hinter unserem Haus weggetragen worden sein konnte.
Am offenen Fenster zur Straße hätte ich gesehen, wer es trägt.

Ich hatte seit ca. einem Jahr immer wieder gesehen, dass der Junge, auf den mich ein Mitarbeiter der Sozialstation aufmerksam gemacht hatte, bei einem jungen Mann, in der Straße xx, paterre links, ein und aus ging, mit ihm befreundet ist. Er benutzte das Fahrrad einer Bekannten, Frau Z., die die Mutter des jungen Mieters, A. Z.s, der in der Hausnummer 33 wohnte, ist.
Der Mitarbeiter der Sozialstation sagte, als mein Sohn 14 Jahre (er ist jetzt 21 Jahre alt) alt war:
„Du, dein Sohn zerdrischt hier mitten auf der Straße Bierflaschen wenn er sie ausgetrunken hat.“
Ich: „Ach, da bist du dir ganz sicher?“
Er: „Ja.“
Ich: „So, dann sag mir doch mal zu welcher Zeit ungefähr das war.“

Er wusste es. Es war gegen 15 Uhr. Meine Reaktion:
„Tut mir Leid, um die Zeit ist mein Sohn noch mit Training in der Staatlichen Ballettschule beschäftigt, aber es gibt inzwischen in Berlin schon zwei Neger. Ich kenne den zweiten auch, ich hab es auch schon gesehen, dass er Flaschen zerschmeißt, ich werde die Eltern ansprechen.“  

Genau diesen Jungen erwischte ich, als er, mit zwei anderen Jugendlichen, an meiner Giebelwand Schriftzeichen übte. Ich lag im Bett und las, es war nach 22 Uhr und das Styropor an der Giebelwand übertrug ganz fantastisch das leise Kratzgeräusch. Ich klopfte leise und ein leises Klopfen kam von draußen. Da wurde ich neugierig, zog mir meinen Bademantel über, und ging zum Fenster. Unter der Straßenlaterne standen sie noch -, drei unverkennbare Gestalten.
Der „Zweite Weißenseer Neger“, neben ihm ein junger Mann mit einem grünen langen Ledermantel und Pferdeschwanz (einen solchen Ledermantel hat hier sonst keiner!) und die dritte Gestalt, mit hochgestellter Irokesenfrisur (auch einmalig weit und breit).

Es war eindeutig, wer diese drei jungen Leute waren!

Durch meinen Hund hab ich auch zu vielen Jugendlichen Kontakt.
Da ich einige Jahre lang mit verhaltensauffälligen Kindern in der Psychiatrie gearbeitet habe, weiß ich sehr genau, warum Kinder und Jugendliche die Flucht vor den Eltern und der Realität des "Normalseinsollens" ergreifen.
Ich weiß, wie wichtig es ist, dass Eltern Eltern sind, nicht nur älter!
Ich sprach zwei der drei Erwischten an, sagte ihnen, dass ich das gar nicht gut finde, und dass ich weitergehe, wenn ich sie noch einmal erwische.
Sie waren zu der Zeit an jedem Abend, nach Einbruch der Dunkelheit, aktiv.
Ich denke, sie sind es auch heute - eindeutig erkennbar an ihren tags.

Als ich wieder einmal mit einem Mädchen von Gegenüber, die mit ihrer Hündin unterwegs war, ins Gespräch kam, bestätigte sie mir, dass doch hier Jeder weiß, dass D. geile Graffitis sprüht. Der kann das ganz toll, schon lange...

Was wäre, wenn dieses Können genutzt wird, um Häuser zu verschönern?

Die Polizei wiegelte ab, als ich das erzählte. Ich sprach den Vater an, der das Haus voller Pflegekinder hat, sagte ihm, dass ich D. erwischt habe.
„Ich hab ihm doch extra gesagt, er soll es nur da machen, wo es keiner sieht,“ war die Antwort.
Ich hab nur noch geschluckt, denn zwei von den Erwischten waren seine Pflegekinder, wenn ich das richtig verstanden haben! Der dritte Ertappte ist der Sohn einer Frau, die mit Keyboard am Fahrradlenker zu Patienten fährt, um sie zu therapieren! Die Zimmerdecke des Zimmers ihres Sohnes war gestrichen, als würde Blut an den Wänden herunter fließen, das kann jeder Mensch, der die Straße entlangläuft sehen wenn abend das Licht in der Parterrewohnung angeschaltet ist...

Seit einigen Wochen ist das Runterfließende eckig überstrichen, aber überall in unseren Straßen tauchen Schriftzüge auf, die zerfließen, unter anderen „Slut!“ und daneben lag eine tote Elster.

Das hat außer mir auch wieder kein Mensch gesehen?
Vielleicht hoffen die Sprayenden und die aEltern ja, dass auch ich endlich nichts mehr sehe?
Die Haare hat der Sohn der Musiktherapeutin jetzt schwarz gefärbt und er rennt mit gebeugtem Kopf in schwarze Klamotten gehüllt, durch die Gegend. Seine Beine stecken in Springerstiefeln; die Farbe der Schnürsenkel habe ich leider nicht gesehen.
Auch er ging bis zum 13. Mai bei A. Z., dem jungen Mann in der Hausnummer 33 ein und aus.

Neue Sprühwände wurden hier gestaltet. Sprühdosen wurden sogar stehen gelassen. Sie sind in unserem Viertel sicher!
Am Morgen des 14. ging ich mit Rucksack, um wenigstens Milch und Hundefutter zu holen – mehr kann ich nicht tragen, mit meiner Nervenentzündung im Fuß – los.
Neben unserem Haus, es war kurz vor 8 Uhr, saßen A. und S. K., ein Kumpel, der auch ständig zu A. ging, hinter unserem Haus auf einem Hunt.
A. sprach mich an, sagte, dass ihm S. erzählt hatte, dass sie mein Fahrrad geklaut haben.
Er sagte, dass ich aber auch Pech habe und, dass er weiß wer das war der mit den Springerstiefeln, der immer mit den vielen Kindern auf dem Spielplatz ist.

Ich sagte, dass ich vorsichtig wäre, mit solchen Äußerungen, stutzte aber noch immer nicht, sondern schlich weiter.

Zwei Straßen weiter stand die Mutter von A..
Sie kommandierte eindeutig ihren jetzigen Mann und ihren anderen Sohn .
„Nanu,“ fragte ich, ziehst du schon wieder um?“
Sie waren in den letzten zwei Jahren etliche Male umgezogen, hier im Karree, und ich hatte einen Bericht über Mietnomaden gesehen.
Wenigstens jetzt schaltete ich, denn sie sagte, dass S. hier wohnt.
Von ihm hatte sie mir erst vor ein paar Wochen erzählt, dass er von uns gegenüber in den Friedrichshain gezogen war.
Sie sagte noch, dass das ja schlimm ist, dass sie mir schon wieder mein Fahrrad geklaut haben.

Ich entgegnete, dass mein Fahrrad zum ersten Mal geklaut worden war, vor drei Monaten, als sie mir anbot eines von ihren Rädern zu bekommen, war der Rahmen meines Rades gebrochen.
(Sie hätte etliche Räder im Keller und genau da vermute ich jetzt auch mein geklautes Rad; nur weiß ich nicht, wo sie jetzt wohnt; früher konnte sie mich gut leiden, und die Jungen haben manchmal mit einander gespielt).

In der Zwischenzeit, vom Bruch des Rahmes bis jetzt, hatte mir mein Sohn einen neuen Rahmen spendiert, und ein Jugendlicher zu dem ich netten Kontakt habe, der hatte mir ein quasi neues Rad aus Teilen meines alten Rades und dem neuen Rahmen zusammen gebaut.

Auf dem Rückweg, als ich vom Einkauf kam, stand das Auto mit der Frau vor unserem Haus.

Da wurde ich endlich stutzig. 

Hatten sie vielleicht einen An– und Verkauf für Möbel?
Ich nahm sofort meinen Hund, denn die Hündin der Frau und mein Hund freuen sich bei jedem Zusammentreffen.
So konnte ich vielleicht noch ein paar Fragen los werden.
So schlecht wie die Möbel waren, die sie am Straßenrand abgestellt hatten, konnte das mit dem An– und Verkauf nicht sein.
Irgendwann hatte ich A. für mich und fragte ihn: „Ziehst du auch schon wieder um?“

Sein „Ja, zum Steinberg.“, klang verdammt traurig.
Warum hat er mir den Tipp gegeben, wohin er zieht?
Er kam später noch, um sich von mir Werkzeug zu pumpen.
Ich mach mir aber erst richtig dolle Sorgen, seit ich seine von Farben verschmierten Hände gesehen habe.
Meine Ahnung, dass er auch sprüht, hat sich bestätigt.

Weil ich es hasse, wenn Verdächtigungen geäußert werden, mache ich erst den Mund auf, wenn ich sicher bin.

Als am Nachmittag des 14. das Umzugsauto weg war, habe ich all meine Hemmungen über Bord geworfen und hab unseren Müllcontainer geöffnet.
Ich brauchte mir nicht viel Mühe zu geben.
Obenauf eine riesige Tasche, voll von Farb – Spraydosen, eine Vorladung für S. K., wohnhaft H.-B. Straße 38, wegen Sachbeschädigung durch Graffiti in der Öffentlichkeit, am 30. 3. 2005 00Uhr und am 31. 3. 2005, 10 Uhr, an der Schule am Sonnenwinkel Gürtelstraße 16.
Die Mutter, B. Z., hatte ein Schreiben vom Rechtsanwalt Klaus Brink, Hamburg.
Darin wird ein gerichtliches Mahnverfahren angekündigt.
Mich interessiert, wer wann für Ermittlungen zuständig ist.
Es ist schlimm, wie die Polizei reagiert, wenn eine Frau Fakten schildert. Es wird jedes Mal abgewiegelt!

So werden die, die ein Mal Erfolg hatten mit ihrer Hemmungslosigkeit, immer hemmungsloser.
Wir züchten hier kriminelle Jugendliche.

Als ich mein Erlebnis Westdeutschen erzählt habe wollten die mir nicht glauben, dass die Polizei nicht gleich gucken geht...

Ich hoffe, damit diese Jugendlichen nicht noch mehr abrutschen, dass sie die Angelegenheit nicht zur Seite legen!
Ich „lebe“ seit 1989 vom Sozialhilfesatz.
Mein neues Rad hat mir wieder mein Sohn gekauft, denn ich kann mit meiner körperlichen Behinderung (beide Füße schon operiert und ein Knie, 2003 drei Bandscheibenvorfälle in der Halswirbelsäule) ohne Fahrrad nicht viel erledigen.

A. weiß das. Er hatte zu mir lockeren Kontakt und ist zu wertvoll, einfach nicht beachtet zu werden.
Sein trauriger Satz wird mir immer im Gedächtnis sein, aber ich kann nichts mehr für ihn tun.
Helfen Sie dem jungen Mann.
Freundliche Grüße Ihnen, bat ich die Polizei...





Montag, 1. Juni 2015

Es ist Sonntag und um 17:30 Uhr kommt endlich die Polizei...


Gegen 15 Uhr kam Besuch und wir plauderten bei nem Pott Kaffee über das Wohnen in Berlin und das Fotografieren und ne tolle Idee mit Fotos. Gegen 17 Uhr gingen wir ans offene Fenster im Hasenstallsalon um den Hof mit dem Bauschutt, der ja nun schon seit Januaer hier herumliegt zu fotografieren. Lärm, der ja laut Juristen kein Lärm ist, wenn er von Kindern gemacht wird... Heute sind sie sogar im Rudel in unserem Hof und sie sind schätzungsweise so zwischen 11 und 13 Jahren jung.
Mehrere Kinder tollen an dem Bauzaun herum, werfen sich dagagen und steigen drüber, ins abgesperrte Baugelände. Mich hat das erst gar nicht interessiert, ich sah es auch nicht, weil mein Gast rechts neben mir stand und meine Sicht in diese Richtung einfach nicht da war. Mein Gast sagte es mir... Auf den beiden an unseren Hof anschließenden Höfen sieht es unterschiedlich aus...
Vom von mir aus rechten Hof brüllt ein Mann: "Wir sollen gefälligst aufhören, die Kinder und ihn ständig zu fotografieren." Ich reagiere mit: "Ich fotografiere hier in unserem Hof was ich fotografieren will und das sind ganz sicher weder Ihre Kinder noch Sie!" Er brüllt, dass er die Polizei holen wird.
"Ja, tun Sie es doch bitte!", kommt aus unseren beiden Mündern. Die Kinder, schmeißen sich noch immer gegen den Bauzaun in unserem Hof und der Mann drängt sich durch die Zaunlücke von dem anderen Hof in unseren Hof durch und geht zu den ja angeblich nicht lärmenden Kindern und redet intensiv mit ihnen und sagt noch irgendwas zu uns und drängt sich wieder zurück durch die Zaunlücke. Ein Junge kommt unter meinem Fenster an und ich frage: "Was machst du denn hier, du wohnst doch hier gar nicht?", sage ich. "Gehen!", sagt er." Du weißt, dass das hier ein Grundstück ist, auf dem du nichts zu suchen hast, stimmts?" Er dreht um und geht zurück, weiter auf unserem Hof...
Wir beiden Frauen fragen uns, wann wohl die Polizei kommen wird, wir wollen beide noch weg und die Polizei nicht verpassen...
Wir stehen an meinen Papierabzügen, die ich noch habe -, ich wage es noch immer mein Fenster offen zu lassen!! -, und überlegen schon mal, welche meiner Papierfotoabzüge denn top sind für die Idee und plötzlich klingelt's!
"Eeeeendlich! Das wird die Polizei sein!", sage ich und bitte die beiden Uniformierten herein... "Na, sollen Sie uns jetzt verbieten die Kinder von nebenan zu fotografieren? Brauchen Sie nicht, wir sind an denen nicht interessiert!" Dann kam ne fachmännische Erklärung zum Fotorecht aus Polizistenmund und mein Gast  erzählte, und zeigte seine Knipse und was damit fotografiert wurde... Ich sagte: "Wissen Sie, ich fotografiere seit einem halben Jahrhundert ohne Probleme in Berlin, ich weiß wie ich mich verhalten darf und so ganz nebenbei bin ich im Kreise von Juristen ausgebildete Mediatorin..." "Ach und übrigens braucht man um Menschen zu fotografieren ein Teleobkektiv.", sagte mein Gast. Ich, sofort: "Ich hab ein Teleobjektiv und trotzdem bin ich nicht daran interessiert unfreundliche  Menschen zu fotografieren. Wissen Sie, ich hab 20 Jahre in ner Psychiatrie gearbeitet. Leute mit Verfolgungswahn waren da Patienten..." Anschließend sind wir wieder zu der Fotokiste, die sich von ihrem Platz neben dem offenen Fenster noch immer nicht selber wegbewegt hatte und so sahen wir, dass jetzt bei dem Nachbarn mit New Yorck Shirt in schwarz ein weibliches Wesen stand und beide samt etlichen Kindern starrten hier rüber und redeten! Tolle Nachbarn haben wir jetzt...


Schönen Sonntagabend noch. Ach, der Polizist hat übrigens gesagt, dass ich sie fotografieren darf, aber nicht zeigen... Bin trotzdem nicht dran interessiert...  Und ich hab schon wieder mit Teleobjektiv fotografiert - zwei Hübsche, an deren Anblick und Vertrautheit ich Freude hatte und ich zeige sie gleich, hier und jetzt!

B. L.
31. Mai 2015



Sonntagabend 20:45 Uhr...

Es geht weiter! Ich habe schon heute immer mal wieder so ne Alarmanlage heulen gehört und dachte, dass das spielende Kinder sind.
Jetzt eben, ich komme von draußen, hab in den Vogeltränken Wasser nachgegossen, steht ein Mann mit Megaphon auf dem Balkon der Eigentumswohnungen Besitzenden, direkt meinem Fenster gegenüber... Ich seh ihn zuerst gar nicht, denn ich will hierher, aber er ist so laut, dass ich überlege, zuerst mein Fenster zu schließen...
Und ich höre nur noch was von "Da drüben in der ersten Etage!" Dann plärrte er noch was und ich hab es nicht verstanden - ich bin so frech, am offenen Fenster noch immer meine Kamera auf dem Stativ stehen zu haben, einfach weil sie kein Anderer als ich wegräumt und ich noch nicht genug Langeweile hatte und noch überlegt habe, ob ich mit meinem schon wieder von mir reparierten Tretroller noch zum Sonnenuntergang rollen will...
Ich stelle die Kamera abends lediglich ein Stück zur Seite, denn wenn ich morgens um 5 Uhr das Fenster öffne, weil ich schon wieder lange vorher von ich weiß nicht was geweckt wurde, dann mache ich nun mal gerne Fotos von Tieren, wie von den beiden weißen Punkten gestern... ;)
Ich hab ziemlich laut reagiert mit in etwa: "Meine Güte, ihr habt Probleme da drüben, Kindergarten ist nix dagegen!"
Dann zog er sich zurück...

Gute Nacht, gebildetes Volk, das sich Eigentumswohnungen auf einer Welt leisten kann, die sie nicht erschaffen haben!


Ich werde euren Verfolgungswahn nicht erfüllen! Ich hab 20 Jahre auf Psychiatrien gearbeitet, bin leider von dem seltsamen Konstrukt RaECHT nicht unbeleckt und so ganz nebenbei eine im Kreise von Juristen gut ausgebildete Mediatorin. Vielleicht kriegen ja hier und jetzt mal ein paar Menschen mit, was RaECHT würglich is(s)t - zu wünschen wäre es!

B. L.
31. Mai 2015



Montagmorgen 1. Juni 2015

Heute Morgen saß ich seit 5 Uhr am Schreibtisch, direkt neben dem offenen Fenster, um vielleicht den Fuchs fotografieren zu können, der höchstwahrscheinlich auch heute auf unserem Hof nach etwas suchen kommen wird.
Fenster auf, Kamera auf dem Stativ so gerückt und eingestellt, dass ich nur abdrücken muss und direkt daneben hab ich mich an meinen Schreibtisch gesetzt. Morgens macht es mir am meisten Spaß, am PC zu arbeiten, auch wenn es nicht Arbeit genannt wird. Ich hab einfach keine Lust, mich stundenlang wach im Bett zu wälzen...
In den Stunden, in denen noch nicht in der übernächsten Nachbarwohnung -, wie bereits seit vielen Wochen -, die Wohnungstür viele Male pro Tag zugedroschen wird und mit Bohrer und anderen Bauwerkzeugen gearbeitet wird und die wesentlichen Nachbarn schlafen mag ich das Leben! Ich mag es nun mal leise um mich herum, wenn ich schreiben will.
Den schönen Fuchs zu fotografieren ist mir wieder nicht gelungen. Ich hab auf Amsels Schreien einfach zu schnell nach meiner Kamera gefasst und ihn so vertrieben. Den Rücken sah ich noch und den wunderschönen Schweif. Morgen also noch ein Mal...
Die Kamera blieb am offenen Fenster stehen, denn vielleicht erwische ich ja endlich mal den Eichelhäher oder andere Vögel, die sich schwer fotografieren lassen...
War es 7 Uhr? Mir ist es so in Erinnerung. Eine Männerstimme aus einem der Nachbarstraßenhäuser  in verärgertem Ton und kurz darauf eine Frauenstimme, auch nicht freundlich...
Na, bin gespannt, wann sie die Idee ausbauen, dass ich auch für ihren Ehestreit verantwortlich bin und sie auseinander rennen und die Kinder in Pflegefamilien landen, nur weil ich die Einzige neben einem offenen Fenster bin...
Gruselig, war hier zur Zeit geschieht...

B. L.
1. Juni 2015